Da kann normaler Unterricht kaum mithalten

Veganes Eis, selbstgebackene Hundekekse, knallbunte Piñatas und ein bellender Roboterhund gehörten zu den Ergebnissen der Projektwoche am Starkenburg-Gymnasium. Bei einem Präsentationsvormittag in der Schule zeigten die Schüler stolz, was sie geschaffen haben. Eltern, Geschwister, Omas und Opas waren gekommen, um sich gemeinsam mit den Lehrern und Mitschülern über die Arbeit der zurückliegenden Tage zu informieren.

Kreativität fördern

„Die Projektwoche hat riesigen Spaß gemacht, vielmehr als der normale Unterricht“, erklärten einige der Schüler auf Nachfrage. Die Angebote, aus denen sie im Vorfeld wählen konnten, waren kreativ, spannend und liefen teilweise klassenübergreifend, wie Lehrerin Birgit Löbig berichtete. „Viele Projekte engagieren sich zudem für einen wohltätigen Zweck.“

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Karin Trost und Eva Schäufele hatte Löbig die Projektwoche unter dem Motto „Starke Ideen. Starke Woche. Mehr als Schule.“ organisiert. Die Woche richtete sich an die Jahrgangsstufen fünf bis zwölf, „die Jahrgangsstufe neun ist aktuell im Praktikum“, so Löbig. Das Angebot werde am Starkenburg-Gymnasium jedes Jahr veranstaltet, um die letzten Tage vor den Sommerferien besonders schön zu gestalten. In dieser Zeit solle den Schülern mehr als Schule geboten werden, und das in anderen Zusammenstellungen als der üblichen Klassenkonstellation.

Zehn Schülerinnen aus den siebten und achten Klassen hatten sich beispielsweise in ein Projekt eingewählt, das von außerhalb gestellt wurde. Der Verein Freunde der Endarofta, der Bildungsprojekte in Tansania unterstützt, brachte ihnen näher, wie Schule in Afrika funktioniert. „Heute Morgen hatten wir ein Telefonat mit der Schulleiterin der Endarofta Secundary School, die den Schülerinnen Fragen beantwortet hat“, erzählte David Schellhaas aus dem Verein. Eine andere Gruppe, bestehend aus Schülern der Oberstufe, hatte Eis selbst hergestellt und verkaufte es an die Besucher. „Zur Auswahl stehen vier Sorten, darunter ‚Red Crush‘ mit Wassermelone und Erdbeeren oder ‚Tropical‘ mit Mango, Banane und Orange“, erklärte eine Teilnehmerin. Im Erdgeschoss der Schule gab es Piñatas in Form von Tieren, Früchten und Monstern zu erwerben. „Die Einnahmen spenden die Schüler an einen Verein, der kranke Kinder in Peru unterstützt“, teilte Birgit Löbig mit.

Spenden wurden auch an anderer Stelle gesammelt: Bei einem Projekt zum Thema Tierschutz drehte sich alles um Straßenhunde aus dem Ausland. Projektleiterin Anna Held erzählte: „Am Dienstag hatten wir Besuch von einer Mitarbeiterin des TSV Apram aus Heppenheim, die mit einem Tierheim in Teneriffa kooperiert.“ Sie hatte ihren Hund sowie einen Pflegehund dabei, mit denen die Schüler agieren konnten.“

Hundekekse backen

An einem anderen Tag wurden Hundekekse gebacken und Spielzeug gebastelt, das an diesem Vormittag für den guten Zweck verkauft wurde. Technisch wurde es ein Stockwerk obendrüber: Im Projekt „Robotik for Girls“, an dem nur Mädchen teilnehmen konnten, hatten die Fünft- und Sechsklässlerinnen einen Roboterhund gebaut und programmiert. So konnte „Bobby“ auf drei Lieder tanzen oder den Wachhund spielen.

Origami, ein selbst ausgedachtes Musical, Projekte rund um Mountainbikes und Feuerwehr, die außerhalb der Schule stattgefunden hatten, war ebenfalls als Angebote dabei. „Überall waren die Schüler motiviert bei der Sache“, zog Birgit Löbig Bilanz. „Ich glaube die Projektwoche kam gut an.“

Miriam Gartlgruber

(c) Echo-Onine, 26.06.26