Erasmus – Italien

Eine Woche am Maggiore/Italien mit Erasmus+.
Was war für dich neu, überraschend oder unerwartet?
 
Das Leben zwischen See und Berge wirkt Wunder auf Stimmung und Gemüt, auf positivste Art und Weise.
Mir hat das Essen besonders gut gefallen. Und Gorgonzolasoße können Italiener besser als wir. Auch ist mir aufgefallen, dass es bei Italienern normal ist, mehrere Gänge beim Essen zu haben. Eigentlich gute Sache.
Ich fand es sehr beeindruckend , wie viel Kaffee sie an einem Tag trinken ( 4-5 Gläser) und sie essen sehr ungesund, sehr viel Kohlenhydrate.
Ich war sehr erstaunt über die Fahrweise der Eltern sowie über den rasanten Verkehr.
Mich hat es überrascht, dass der Pizzateig in einer Bäckerei sehr dick ist im Gegensatz zu dem im Restaurant. Da ist er immer sehr dünn.  
Ich habe das erste Mal Kürbis gegessen, der mir tatsächlich geschmeckt hat.
Besonders schön fand ich den interessanten Kontakt mit einer anderenSprache.
Ich habe neue Nudelsorten probiert.
Ich fand es besonders schön zu sehen, wie unsere Austauschschüler ihre Kultur leben und so ziemlich alles in Gemeinsamkeit tun und uns alles mit Begeisterung gezeigt haben.
Ich fand es sehr schön, die zugeschneiten Berge in der Ferne zu sehen! Fand es aber schade zu sehen, dass manche Orte ziemlich abgenutzt waren.
Ich habe herausgefunden, dass die Italiener wie verrückt Auto fahren. Z.B. ist das Blinken beim Kreisel jedes Mal anders und völlig willkürlich. Außerdem fahren sie überall so schnell wie sie wollen, weil es keine Blitzer gibt.
Meine Gastfamilie hat einen Hund und als ich das erfahren habe, war ich sehr besorgt, da ich Angst vor Hunden habe. Aber in dieser einen Woche habe ich es geschafft, diese Angst zu überwinden, was ohne diesen Austausch nicht möglich gewesen wäre.
Ich fand es schön, nach Mailand zu fahren, da ich dort noch nie gewesenen bin und die Stadt immer im Internet bestaunt habe.
Mich hat erstaunt, dass die Italiener zum Frühstück immer/oft nur süß essen! (Cookies/Kuchen etc.)
Die neuen Beziehungen zu den deutschen Schülern haben mich verwundert aber auch gefreut, da ich nicht erwartet habe, dass man sich auch untereinander viel besser kennenlernt und verstehen wird, wenn man eine Woche zusammen reist.
Wie belebt die Stadt war und wie toll die generelle Atmosphäre dort war hat mich überrascht und fand ich sehr schön.

Meine fünf Woche an einer italienischen Schule in Treviglio, Januar – Februar 2026
 
„Ich habe den Austausch bei einer Gastfamilie in Italien verbracht. Meine Hostschwester ist 17 Jahre alt und hat noch zwei Geschwister. Ich habe mich in der Familie wohlgefühlt und wurde zu den meisten Terminen mitgenommen. In Italien habe ich dann die Schule besucht. Ich war dort in einer 12ten Klasse und hatte immer von 8 – ca. 14 Uhr Unterricht. Die Klasse dort hat mich gut aufgenommen und wir haben vieles gemeinsam unternommen. Besonders toll fand ich zudem, dass dort alle sehr hilfsbereit waren, so haben mich zum Beispiel die Hausmeister angesprochen, dass ich jederzeit zu ihnen kommen könnte, falls ich Probleme hätte.
 
Ich war vor dem Austausch etwas aufgeregt und habe mir Sorgen und Gedanken gemacht. Wird mit der Familie alles klappen? Werde ich in der Schule gut aufgenommen? Wird das mit der Sprache klappen? – All diese Sorgen waren letztendlich unbegründet. Alles hat gut geklappt und wenn es Probleme gab, wurden diese schnell gelöst.
Ich habe während des Aufenthalts vieles gelernt und erlebt. Am Wochenende haben meine dortigen Klassenkameraden und ich Ausflüge in Städte wie Mailand, Bergamo oder Verona gemacht. Besonders schön fand ich die Atmosphäre der Olympischen Spiele vor Ort. Überall war Deko und es gab verschiedene Pop-up Stores. Auch wenn ich nicht zu einem Wettbewerb gehen konnte, war dies ein wirklich einmaliges Erlebnis.
Außerdem haben wir in den Städten die verschiedenen traditionellen Essen ausprobiert. Dies fand ich besonders gut, da ich das Essen dort sehr mag und von der Vielfalt der verschiedenen Essen überrascht war. Zudem haben wir vor Ort die Sehenswürdigkeiten und Museen, z.B. viele verschiedene Kirchen, das Haus von Julia aus Romeo und Julia, Kunstmuseen und vieles mehr besucht. Dabei fiel in den Städten der Gegend Mailands der Fokus auf Mode und Kunst. Aber auch Sport war für meine Host-Geschwister sehr wichtig, daher waren wir Sonntag morgens oft bei ihren Volleyball- oder Basketball-Spielen oder haben Turniere der Basketballmannschaft Treviglios angeschaut.
 
Daher finde ich, dass der Austausch eine gute Mischung aus allem war, Sprache, Kunst, Essen, Sport, Traditionen und noch vielem mehr.
Auch in der Schule war vieles sehr unterschiedlich. Besonders ungewohnt war für mich, dass die gesamte Schule eingezäunt ist und während des Unterrichts auch abgeschlossen ist. Denn in Italien müssen die Schüler dauerhaft beaufsichtigt werden. Auch während der Pausen blieben wir immer im Klassenzimmer und wurden von einem Lehrer beaufsichtigt. Des Weiteren fand ich es etwas merkwürdig, dass in Italien vor allem die Lehrer sehr viel vor der Klasse reden und die Schüler selbst sich kaum beteiligen müssen.
 
Ich würde einen solchen Auslandsaufenthalt allen Schülern empfehlen, die Lust darauf haben, sich in etwas Unbekanntes zu begeben, etwas Neues zu erleben und sich nicht davor scheuen, dass nicht alles beim ersten Mal klappt. Damit meine ich, dass es immer wieder kleinere Schwierigkeiten z.B. in Form von Sprachbarrieren gab. Dann haben wir einfach versucht, uns auf anderen Wegen zu verständigen oder notfalls auch Übersetzungsapps genutzt. Man muss sich einfach darauf einlassen und dann klappt es schon. Der Auslandsaufenthalt hat mir vor allem bei meinen Englischkenntnissen geholfen und mir in vielen Dingen die Scheu davor genommen, etwas auszuprobieren. Als ich mich für den Austausch beworben habe, konnte ich noch kein Italienisch. Ich habe dann vor dem Austausch noch gemeinsam mit Herrn Schrader die Italienisch Basics gelernt. Natürlich ist es nicht so, dass man nach fünf Wochen wirklich gut Italienisch sprechen kann, aber man hat in dieser Zeit einen guten Eindruck von der Sprache bekommen und man merkt von Tag zu Tag, wie man etwas mehr versteht und traut sich, nach und nach auch selbst etwas in Italienisch zu sagen.
 
Abschließend würde ich allen Schülern dazu raten, auch einen Austausch mit Erasmus zu machen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.
Auch vor der Bewerbung in unserer Schule muss man sich keine Sorgen machen. Anfangs musste ich einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben verfassen. Danach gab es ein kurzes Bewerbungsgespräch mit Frau Albinus und Frau Trost. „


Drei Monate an einer italienischen Schule
 
Mein Name ist Noah Lehnberg und ich werde ab dem nächsten Schuljahr die 12. Klasse besuchen.
Dieses Frühjahr hatte ich die besondere Gelegenheit, von Januar bis April an einem 3-monatigen Erasmus Austausch nach Italien teilzunehmen.
Die Partnerschule lag dabei in dem Städtchen Treviglio, welches etwa gleichgroß wie Heppenheim ist und rund 30min mit dem Zug von den Großstädten Bergamo und Mailand entfernt liegt.
Die Partnerschule, das „Liceo Economico Sociale Oberdan“, ist ein Äquivalent zum deutschen Gymnasium, da es auch in Italien ein dreigliedriges Schulsystem gibt.
Der Schulalltag war nicht sehr anders zu Deutschland. Schulbeginn war montags bis freitags um 8 Uhr und Ende um 14 Uhr mit Ausnahme des Freitags, an dem es noch eine Stunde Nachmittagsunterricht gab. Der wohl größte Unterschied ist womöglich das Einteilen der Stunden in 60min Blöcke anstatt 45min und dass die Klassen in den Pausen im Raum bleiben und es praktisch keinen Schulhof gab.
Mit meiner Klasse habe ich mich zum Glück schnell angefreundet und das vor allem auch Dank meiner Gastschwester in der ersten Gastfamilie, welche mit mir zusammen in eine Klasse gegangen ist. Auch war das Verhältnis mit den vier verschiedenen Gastfamilien, die ich in der Zeit hatte, immer sehr gut und ich denke, dass vor allem die Erfahrungen mit den Gastfamilien und neuen Gastgeschwistern etc. mir im Punkt soziale Kompetenzen sehr geholfen haben.
Auch hat sich allgemein mein kultureller Horizont erweitert und das nicht nur allein in Bezug auf die italienische bzw. nord-italienische Kultur (die sich durchaus von der süd-italienischen Kultur unterscheidet, wie ich gelernt habe). Auch in Bezug auf andere Kulturen, auf die ich z.B. in der Klasse, in den Gastfamilien oder bei anderen Austauschschülern gestoßen bin.
So kommt es auch, dass es für mich ganz verschiedene Highlights gab.
Dazu gehört z.B. ein Klassenausflug nach Mailand, bei dem wir uns „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo Da Vinci angesehen haben, aber auch den Mailänder Dom oder die prunkvolle „Galleria Vittorio Emanuele II.“ besichtigten.
Doch auch meine Teilnahme an zwei sikhistischen Gottesdiensten mit meiner 3. Gastfamilie, welche indisch war, war für mich sehr prägend, da es mir nochmal eine komplett andere Kultur innerhalb Italiens gezeigt hat, welche mir sogar noch fremder war als die italienische.
Es gab aber auch kleine Dinge, die für mich zu großen Highlights wurden, wie z.B. nur das Essen einer guten Pizza oder ein Eis mit neuen Freunden und auch allgemein das ständige Kennenlernen neuer Leute.
 
Als Fazit meines 3-monatigen Austauschs würde ich auf jeden Fall sagen, dass es womöglich die prägendste Erfahrung meines bisherigen Lebens war. Ich habe viele neue Dinge gelernt wie z.B. Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein, kulturelle als auch soziale Offenheit und natürlich auch eine ganz neue Sprache. Als ich in Italien ankam, war mein italienisch auf einem sehr niedrigen Niveau, doch bis zum Ende wurde es dann doch so gut, dass ich mit meinen italienischen Freunden auf italienischen reden konnte.
Ich bin sehr dankbar, dass mir diese Möglichkeit gegeben wurde, und würde es an jeden weiterempfehlen, der auch die Chance bekommt, an einem solchen Austausch teilzunehmen.

Guten Tag, Treviglio! – Buongiorno Heppenheim!
Erasmus+ Projektfahrt nach Treviglio vom 18.02. bis 24.02.24


Im Rahmen der Italienisch-AG konnten neun Schülerinnen und Schüler des SGHs bereits im Laufe des Schuljahres durch online-Aktivitäten auf der Platform eTwinning Kontakte zu einer Lerngruppe des Istituto Guglielmo Oberdan in Treviglio (Italien) knüpfen. Nun folgte die lang ersehnte Projektfahrt in die Norditalienische Stadt, deren kulturelles Erbe ebenso wie das der benachbarten Städte Bergamo und Mailand so vor Ort erkundet werden konnte.
Es folgt ein kurzer Reisebericht der deutschen Teilnehmenden:
 
Tag 1 (18.2.): Los geht’s!
Um 9.30 Uhr haben wir uns am Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim getroffen und sind mit dem Bus zum Flughafen gefahren. Unser Flug von Frankfurt nach Mailand verlief gut. Um 14 Uhr kamen wir in Mailand, Linate, an. Anschließend fuhren wir mit Zug und Straßenbahn nach Treviglio, wo wir von Frau Canevisio, der Deutsch-Lehrkraft am Oberdan, und einer Gruppe unserer Projektpartnerinnen und Projektpartner bereits erwartet wurden. Mit ihnen sind wir dann in unsere Unterkunft gegangen und haben anschließend einen kurzen Rundgang durch Treviglio gemacht, der mit einem gemeinsamen Abendessen abgerundet wurde.

Tag 2 (19.2.): Montags ging es nach Mailand!
Zu Fuß haben wir die Stadt erkundet und neben moderner Architektur wie dem Bosco Verticale natürlich auch das Teatro alla Scala und die Viktor-Emmanuel-Passage bestaunen können. Das Highlight war natürlich der Mailänder Dom: Wir sind nach dessen Besichtigung sogar auch auf das Dach hinauf gegangen. Nach etwas Freizeit, in der wir uns in Kleingruppen selbstständig in Mailand bewegen konnten, waren wir abends noch alle zusammen Pizza essen im Navigli-Viertel.

Tag 3 (20.2.): Heute ging es ans Istituto Oberdan!
Um 8 Uhr morgens begann die Schule und die deutschen und italienischen Schülerinnen und Schüler stellten sich einander vor. Am Vormittag haben wir im Unterricht hospitiert, wo wir uns im Deutschunterricht einbringen konnten und das Fach Scienze Umane kennen lernten. Im Sportunterricht lernten wir unsere Projektpartnerinnen und Projektpartner beim Frisbee und Volleyball besser kennen lernten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, für das Frau Canevisio sogar ein Buffet für die ganze Schülergruppe organisiert hatte, haben wir bei „Monopoly Bergamo“ bereits spielerisch erste Aspekte über die Stadt gelernt.

Tag 4 (21.2.): Projektarbeit und Tour durch Treviglio!
Um 8 Uhr sind wir wieder zur Schule gegangen. Wir haben dort unseren Ausflug nach Bergamo vorbereitet: In Gruppenarbeit haben wir bis 11 Uhr über Bergamo recherchiert und einen Steckbrief für Bergamo und Treviglio erstellt. Nach einer kurzen Pause stellten die Gruppen ihre Ergebnisse vor. Zu Mittag gab es erneut ein leckeres Buffet. Nach dem Essen haben wir eine Stadtführung durch Treviglio erhalten. Wir sind von der Kirche zur Piazza und zum campanile (Glockenturm) gegangen, wo wir auch hinaufsteigen durften. Wir haben sogar Bürgermeister Imeri kennen gelernt.

Tag 5 (22.2.): Bergamo wird erkundet!
Mit dem Zug ging es am Donnerstag für uns und die italienischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam nach Bergamo. Wir schauten uns die gesamte Oberstadt (città alta) an und folgten der Route, die die Gruppen am Vortag erstellt hatten. Wir konnten zwischendurch auch in Kleingruppen spazieren gehen. Anschließend präsentierte jede Gruppe vor den Sehenswürdigkeiten von Bergamo die vorbereiteten Aspekte. Gegen 17 Uhr sind wir dann nach Treviglio zurück gefahren. Abends waren wir mit ein paar Lehrern der Oberdan-Schule essen.

Tag 6 (23.2.): Workshop in der Schule und gemeinsamer Abschluss!
Am letzten Tag begann für uns die Schule um 9 Uhr. Dort waren wir im Konferenzraum und hatten mit der Philosophielehrerin einen Workshop zum Thema „Philosophie für Kinder“. Danach waren wir mit allen Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer und den Oberdan-Lehrkräften zusammen Pizza essen. Zum Abschluss ging’s dann nochmal bis 16 Uhr für gemeinsame Sportaktivitäten in die Turnhalle.

Tag 7 (24.2.): Rückreise!
Samstags um 7.05 Uhr fuhr unser Zug nach Mailand. Dann ging es mit der S-Bahn nach Linate. Unser Flieger hob um 10.40 Uhr ab und wir sind gegen 12 Uhr in Frankfurt angekommen.
 

Das war unsere Projektfahrt nach Treviglio, auf der deutsche und italienische Schülerinnen und Schüler gleichermaßen viel über das kulturelle Erbe in der Region vor Ort lernen konnten und sich gegenseitig kennen lernen durften!

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