Diese ernüchternde Information mussten die 24 Schülerinnen und Schüler der beiden Biologie-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 12 im Vortrag von Janis Hötzel, Doktor der Biologie und ehemaliger Schüler des SGH, als erstes zur Kenntnis nehmen. Hatten sie doch gerade erst im Unterricht erfahren, dass die Genschere DAS Allheilmittel der Zukunft z.B. bei genetisch bedingten Erkrankungen sei.
Janis Hötzel belehrte sie eines Besseren und zeigte in seiner Präsentation die Ergebnisse seiner Doktorarbeit, in der er an der TU Darmstadt erforschte, ob und inwiefern Ingenieursprinzipien auf biologische Systeme auf RNA-Ebene angewendet werden können, „um diese nachzubauen, zu verändern oder neu zu entwerfen, um neue Funktionen zu schaffen“. So „bastelte“ er an sogenannten Aptameren (bestimmte RNA – Moleküle mit hoher Spezifität und Affinität für Ziel-Moleküle), die regulierend in zelluläre Prozesse eingreifen und die Aktivität von Genen regulieren können.
Im anschließenden Gespräch kamen unzählige Fragen von den äußerst aufmerksamen und interessierten zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten zur Doktorarbeit bzw. zum Werdegang des ehemaligen Studenten, der im Juni als Postdoc nach Aarhus geht, um dort seine Forschungen zur nicht-codierenden RNA fortzusetzen. Dabei verdeutlichte Janis Hötzel, dass das Studium weit fordernder war als die Schule und der Weg zum Erfolg durch die „Mühen der Ebene“ führt, was für manche der Zuhörerinnen und Zuhörer sicherlich desillusionierend war. Zugleich hob er die Bedeutung der Wahl des Studienfaches hervor, da das Interesse am Studieninhalt entscheidend für die Motivation sei und damit das Studium maßgeblich erleichtere.
Am Ende waren die Schülerinnen und Schüler jedoch sehr beeindruckt von diesem interessanten und erfrischenden Vortrag!
Christiane Ziegler











