Schüler des SGH stellen im Museum aus

„Utopien und fremde Welten“ lautet der Titel, zu dem Schüler des Starkenburg-Gymnasium ein Jahr lang im Kunstunterricht kreativ waren. Die Ergebnisse werden öffentlich präsentiert.

„Utopien und fremde Welten“ lautet der Titel, zu dem Schüler des Starkenburg-Gymnasium ein Jahr lang kreativ wurden. Die Ergebnisse werden nun im Museum Heppenheim präsentiert. „Es ist sehr vielseitig, was wir hier ausstellen. Es gibt Bleistiftzeichnungen, Acryl oder Aquarell auf Leinwand, Drucke und sogar Architekturmodelle“, sagte Axel von Studnitz, einer von vier Lehrern der Fachschaft Kunst.

Von den Kunstwerken überzeugen konnten sich Interessierte bei der Vernissage am Sonntag. Das Museum war brechend voll. Eltern, Großeltern und Geschwister der Schüler waren gekommen, außerdem aktuelle und ehemalige Lehrkräfte sowie kunstinteressierte Museumsbesucher. Schulleiterin Katja Eicke lenkte den Blick darauf, was es bedeutet, wenn Schülerinnen und Schüler eine solche Ausstellung auf die Beine stellen. „Alles, was wir hier sehen, ist nur im Unterricht entstanden. Dazu bedarf es nicht nur begeisterter Schüler, sondern auch begeisterter Lehrkräfte.“ 

Auf zwei Stockwerken sind die Ausstellungsstücke der Schüler verteilt. Die Werke zeigen Ideen für nachhaltige Gebäude oder wie das Zusammenleben der Gesellschaft in Zukunft aussehen kann. Es gibt fantasievolle Landschaften, unbekannte Planeten, Fabelwesen und Bilder mit geschriebenen Botschaften. „Im Erdgeschoss haben wir unter anderem die Kunstwerke der fünften Klassen, im ersten Stock sind die Modelle und Werke der Oberstufe zu sehen“, erklärte Axel von Studnitz. 

Monatelange Vorbereitung

Die Ausstellung sei in monatelanger Vorbereitung entstanden: „Vor einem Jahr haben wir das Thema erstmals verkündet und es wurde begonnen, es im Kunstunterricht umzusetzen. „Und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise“, wie er erzählte. So hätten manche Lehrer den Schülern die freie Entscheidung über die Auswahl der Materialien gelassen, mit denen gearbeitet werden konnte. „Teilweise wurde aber auch konkret gesagt, dass es Bilder werden sollen.“ Das Thema  Utopien und fremde Welten sei in den Kreisen der Fachschaft Kunst erarbeitet und verkündet worden. „Utopien sind ein Kompass, eine Vorstellung davon, wie wir leben möchten. Und genau hier wird die Kunst so wichtig, denn sie erlaubt uns, über Grenzen hinaus zu denken. Sie macht sichtbar, was unsichtbar ist.“ Die Arbeiten der Gymnasiasten, die nun sechs Wochen im Museum ausgestellt sind, machen dies laut von Studnitz deutlich.

Ausstellung soll möglichst alle zwei Jahre stattfinden

Nach dem offiziellen Programmteil mit Gesang, Theater und Ansprachen zeigten einige Schüler der 13. Klasse aus dem Leistungskurs Kunst ihre Werke. „Das Thema, zu dem wir gearbeitet haben, fanden alle sehr interessant. Es hat Spaß gemacht“, erklärte ein Schüler. Generell sei der Kunstunterricht sehr wertvoll, „wir werden gefordert und gefördert“. Zu Beginn sei noch nicht klar gewesen, dass die Werke ausgestellt werden. „Aus unserem LK wurde von jedem ein Bild ausgewählt. Das freut uns sehr.“

Ausstellungen wie die aktuelle gibt es laut Luisa Wipplinger vom Heppenheimer Museum regelmäßig. Wipplinger begleitet diese von städtischer Seite aus und weiß: „Wir versuchen, sie alle zwei Jahre auszurichten. So viel wie diesmal war bei der Vernissage aber noch nie los.“ Die Arbeiten aus dem Kunstunterricht sind noch bis zum 22. März zu den Öffnungszeiten des Museums Heppenheim zu sehen. 

(c) Echo-Online, 09.02.26