Bundesweiter Vorlesetag am SGH

Trotz Corona: Ein buntes Programm für die gesamte Schülerschaft

Nach der coronabedingten Zwangspause im letzten Jahr konnte am 19. November dieser besondere Tag wieder am Starkenburg-Gymnasium stattfinden, wenn auch in etwas anderer Form. Und so haben sich im Vorfeld viele Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen, Eltern und auch externe Gäste zum Lesen angekündigt.

Heppenheims Bürgermeister Rainer Burelbach las vor einer 6. Klasse aus dem Roman „Das Hotel der Wünsche“ von Sean Easley, in dem ein Junge auf der Suche nach seinem verschwundenen Vater in eine magische Welt gerät. Auch Frau Menninger von der Buchhandlung Schmitt und Hahn war wie in den letzten Jahren wieder dabei und las aus dem neuen Roman „Fürchtet uns, wir sind die Zukunft“ von Lena Lina Oppermann vor. Die Autorin war vor einigen Jahren selber Gast am Starkenburg-Gymnasium. Auch Frau Kanold von der Stadtbücherei war mit dem Klassiker „Loriot“ gleich in 2 Klassen aktiv, nachdem eine Leserin krankheitsbedingt ausgefallen war. Zur Unterstützung brachte sie noch Michael Endres mit., ein ehemaliger Schüler und engagierter Heppenheimer. Der ehemalige Schulleiter Bernhard Zotz ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, an seine ehemalige Schule zu kommen. In der Mediothek, seinem Lieblingsort, las er aus dem hochaktuellen Werk „Utopie in der Krise – Der innere Garten“ von Elif Shafak vor, die zu den meist gelesenen Schriftstellerinnen in der Türkei zählt und auch im Ausland sehr geschätzt wird. Darin geht es um die Frage, wie wir in Zeiten von Coronakrise und Klimakrise ein sinnvolles Leben führen können. Die Lesung war dabei ein wirkungsvoller Impuls für die lebhafte Auseinandersetzung mit den Schülerinnen und Schülern der 12. Klasse im Anschluss.

Neben den Gästen haben sich auch sehr viele Schülerinnen und Schüler und Kolleginnen und Kollegen zum Vorlesen bereit erklärt und dabei eine breite Palette an Themen angeboten. Und auch die Eltern waren aktiv. So haben z.B. Schüler des Tutoriums Chemie von Herrn Schmid aus Mai Thi Nguyen-Kims Sachbuch „Komisch, alles chemisch“ für eine 9. Klasse vorgelesen. Darin nimmt die Autorin Alltagssituationen wie das Kaffeetrinken oder Mittel gegen den Schweiß genauer unter die „chemische“ Lupe. Ein Französischkurs der 11. Klasse las mediengestützt aus dem Klassiker „Le petit prince“ von Antoine de Saint-Exupéry auf französisch vor und Maeva Nowotny und ihre Freundin Arife Ramadani haben Szenen aus dem Film „Arthur et le minimoys“ auf französisch und deutsch im Wechsel für eine 6. Klasse vorgelesen, unterstützt ebenfalls mit Bildern, so dass die Schülerinnen und Schüler, die noch kein Französisch lernen, den Inhalt dennoch verstehen und dabei die Fremdsprache lebendig erleben konnten. Anregend und unterhaltsam war ebenfalls die Lesung selbst geschriebener Halloween-Geschichten, die Schülerinnen und Schüler des Expertenkurses Deutsch von Frau Löbig einer 6. Klasse vorgelesen haben. Auch englische Texte standen auf dem Programm. Herr Schickling las „The Graveyard Book“ von Neill Gaiman, ein spannender Fantasyroman, einer 9. Klasse vor und Frau Reitz stellte den Roman „We were liars“ von E. Lockheart vor, in dem es um die Freundschaft von 4 Jugendlichen geht, die in einer Katastrophe endet.

Viele weitere spannende, interessante, unterhaltsame und nachdenklich stimmende Titel standen ebenfalls noch auf dem Programm, die hier leider gar nicht alle vorgestellt werden können. Gerade diese bunte Mischung an Titeln und Vorlesern (aus Schüler- und Elternschaft, Kollegium und Gästen) ist das Besondere an diesem Tag am Starkenburg-Gymnasium, der wie immer von der Schulbibliothekarin Corinna Müller und der Lehrerin Susanne Kubitza, die für die Leseförderung zuständig ist, organisiert worden ist. Die Schülerinnen und Schüler jedenfalls waren begeistert. Und zum Dank gab es für die vielen aktiven Leserinnen und Leser eine Urkunde der Stiftung Lesen sowie eine selbst gebastelte Blume und Schokolade.