16 Tage Schule in den Sommerferien, wieso das denn? – Das denkt man vielleicht, wenn man zum ersten Mal von der Deutschen Schülerakademie hört, doch das Konzept bietet viel mehr als Kurse und Lernen.
Ich durfte dieses Jahr an der Akademie in Schloss Torgelow teilnehmen und dort einen Kurs zum Thema Gehorsam belegen. Anhand von Präsentationen verschafften wir uns erstmal einen Überblick über verschiedene philosophische und juristische Positionen und arbeiteten anschließend an richtigen juristischen Fällen. Dabei orientierten wir uns vor allem an dem Thema Nationalsozialismus, wodurch unser Kurs auch einen historischen Aspekt beleuchtete. Dabei standen uns unsere Kursleiter, beide studierte Juristen und Staatsanwälte, mit Rat und Tat zur Seite. Neben rechtsphilosophischen Gebieten gab es aber auch Kurse zu Approximation, Urbanistik oder Rechtschreibung.
Man konnte aber nicht nur intellektuell gefordert werden. Am internatseigenen See durften wird Stand-Up Paddeln oder Boot fahren. Auch die Sporthallen waren bis tief in die Nacht für Tennis, Tanzen oder Volleyball geöffnet. Am zweiten Samstag fand auch unser Akademie-Halbmarathon statt, welcher aus zwei Runden um den See joggen und danach im Wasser abkühlen bestand. Das Sportprogramm war also riesig.
Es gab aber auch viele weitere kursübergreifenden Angebote, genannt KüAs. Dabei konnten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen Kurse anbieten und neue Dinge lernen, ob Schwertkampf oder Cybersecurity, oder auch Aktivitäten wie Mitternachtsbacken, Armbänder knüpfen, Stricken und Theaterspielen.
Auch Musik war ein wichtiger Bestandteil unserer Akademie. Im Chor, Vokalensemble, Orchester oder der Band wurden Stücke eingeübt und am Ende im Kurzentrum in Waren vor Publikum vorgeführt. Das Konzert war ein großer Erfolg und alle hatten viel Spaß dabei.
Neben diesen zahlreichen Aktivitäten hatten wir außerdem einen Exkursionstag. Ich selbst besichtigte das ehemalige Konzentrationslager Ravensbrück, es gab aber auch Wander- und Fahrradtouren, Kanufahren und noch viel mehr.
Natürlich blieb auch noch viel Zeit zum Austauschen und Kennenlernen. An einem Tag fand auch der Zukunftsabend statt. Hier konnten wir die Kursleitungen der Akademie ganz frei zu ihrem beruflichen Werdegang ausfragen und auch darüber hinaus ins Gespräch kommen.
Dadurch und auch durch die vielen verschiedenen Menschen dort konnte man viele neue Perspektiven gewinnen. So war es auch nicht unüblich, bis tief in die Nacht im Aufenthaltszimmer zu sitzen und über Gott und die Welt zu reden. Umso schwerer fiel der Abschied. Nach einer langen Party ruderten wir morgens auf den See hinaus und beobachteten den Sonnenaufgang. Bei der anschließenden Verabschiedung im Plenum blieb kein Auge trocken, doch Nachtreffen sind geplant und auch über den Club der Ehemaligen der Schülerakademien können wir alle weiter in Kontakt bleiben.
Die Schülerakademie bietet also nicht nur sehr spannende Kurse und Bildungsangebote, sondern auch die Möglichkeit, unheimlich viele interessante Menschen kennen zu lernen und sich in ganz Deutschland zu vernetzten.
Ich kann die Deutsche Schülerakademie also wirklich jedem empfehlen, der sich sowohl intellektuell als auch sozial fordern will und einen unvergesslichen Sommer erleben möchte.
Nela Diel, Jg. 12 am Starkenburg-Gymnasium











