Wie lässt sich die Geschichte eines Ortes erzählen, an dem heute kaum noch etwas an das frühere jüdische Leben erinnert? Mit dieser Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 13 in einem Filmprojekt zur Alten Synagoge Heppenheim.
In der Projektwoche kurz vor den Sommerferien begab sich die Gruppe auf Spurensuche: Die Ausführungen von Herrn Metzendorf und Frau Menninger vom Förderverein Alte Synagoge Heppenheim e.V. gaben den Jugendlichen tiefe und lebensnahe Einblicke in die Geschichte des ehemaligen jüdischen Gotteshauses. Und zugleich war die Alte Synagoge viel mehr als das – wie wir erfuhren, war sie ein Zuhause für Menschen und Familien mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, Berufen und Interessen.
Ergänzt wurden diese Erkenntnisse durch Einblicke in die Arbeit der Restauratorin Franziska Müller, die der Projektgruppe unter anderem Spuren der ehemaligen jüdischen Gemeinde zeigte, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Aus allen Erfahrungen und Eindrücken entstand schließlich ein Film über die Alte Synagoge, wobei die Schülerinnen und Schüler vor und hinter der Kamera ganz unterschiedliche Aufgaben wahrnahmen.
Anlässlich des Europäischen Tages der jüdischen Kultur wurde der Film am 6. September 2026 erstmals vorgestellt. In dieser Veranstaltung, die vom Förderverein Alte Synagoge Heppenheim e.V. im Marstall organisiert worden war,berichteten die Jugendlichen von der Entstehung des Films, allen damit verbundenen Herausforderungen und persönlichen Erfahrungen, die sie mit der Alten Synagoge verbinden. Dabei wurde nicht nur an die Geschichte eines Gebäudes, sondern vor allem auch die Menschen erinnert, die in der Kleinen Bach 1-3 beteten, lebten und zum festen Alltag der einstigen jüdischen Gemeinde Heppenheims gehörten.
Inzwischen haben wir erfahren, dass auch Bruria und Dan Michman den Film geschaut haben. Wie auf dem Foto zu sehen ist, verfolgten sie den Film mit großem Interesse. Bruria Michman sei besonders berührt gewesen zu sehen, wie sich junge Menschen mit der Geschichte ihrer Familie auseinandersetzten und das Leben ihres Vaters und ihrer Familie mit dieser Arbeit lebendig halten. Dieses Feedback ist für uns als Projektgruppe eine besondere Wertschätzung, die uns freut und stolz macht.
Abschließend bleibt nur zu sagen: DANKE an den Förderverein Alte Synagoge Heppenheim e.V. und an die Restauratorin Franziska Müller, die das Projekt ermöglicht und unterstützt haben.
UND: Schaut und schauen Sie unseren Film über die Alte Synagoge!
Anna Wenner für die Projektgruppe












