Am 16. Dezember fand der Geschichtsunterricht der Schülerinnen und Schüler eines Grundkurses 13 einmal anders statt: in der Alten Synagoge Heppenheim.
In einem anschaulichen Vortrag stellten der Vorsitzende des Kulturdenkmals Alte Synagoge Herr Metzendorf und Frau Menninger die vielseitige Geschichte des Gebäudes in der Kleinen Bach 3 vor, das erstmals im Lagerbuch des Jahres 1811 als „Judenschul“ erwähnt wurde. Ein speziell errichtetes Gebäude für Gottesdienst, Religionsunterricht und Wohnung des Lehrers, welches im Obergeschoss den Gottesdienstraum für die jüdische Gemeinde Heppenheims beherbergte. Zunächst Synagoge, dann Wohnhaus mit Modesalon und Stoffverkauf, anschließend Friseursalon und sogar erste Sternwarte Heppenheims – wer hätte gedacht, dass sich die Funktion eines Gebäudes durch die Einflüsse der Zeit und der darin lebenden Menschen derart verändern kann?
Auf diese Spurensuche nahmen Herr Metzendorf und Frau Menninger die Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Frau Eicke, Herr Behrens und Frau Wenner mit – in der Theorie und natürlich auch in der Praxis, die uns bis ins Dachgeschoss des Gebäudes führte. Der Unterrichtsgang wurde im Heppenheimer Museum abgerundet, wo Frau Wipplinger den Siddur vorstellte. Dieses jüdische Gebetsbuch hatte, wie es der jüdische Brauch vorschreibt, die Heppenheimer jüdische Gemeinde „beerdigt“… unter einem Dachbalken ihrer Synagoge. Ein absolut spannender und anschaulicher Unterrichtsgang, der Lust auf mehr macht!











